Der Arbeitsplatz neu gedacht

 

Die Bedeutung von Arbeit hat sich gewandelt und die Arbeitnehmenden fordern generationsübergreifend eine neue Betrachtung. Während das Vertrauen in "meinen Arbeitgeber" höher ist als in jede andere der vier wichtigsten Institutionen, erwarten die Arbeitnehmenden mehr und ihr Einfluss am Arbeitsplatz nimmt zu.

Unsere jüngsten Daten zeigen, dass die Arbeitnehmenden von ihren Arbeitgebern erwarten, dass sie sich für gesellschaftliche Themen einsetzen, sie die Stimmen innerhalb des Unternehmens wahrnehmen und sie die Mitarbeitenden als Verstärker:innen von Informationen einbeziehen.

 

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Arbeitgeber mit vielschichtigen Erwartungen konfrontiert

In einer Zeit geopolitischer Spannungen, beschleunigter Automatisierung und wirtschaftlicher Ungewissheit sind 70 % der Arbeitnehmenden besorgt, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Von den untersuchten Institutionen genießt "mein Arbeitgeber" das größte Vertrauen. Damit ist das Vertrauen in den eigenen Arbeitgeber um 29 Prozentpunkte höher, als der Durchschnitt der Vertrauenswerte von der Wirtschaft, Medien, NGOs und der Regierung zusammen. Mit diesem Vertrauen, das die Arbeitnehmenden in ihren Arbeitgeber setzen, gehen große Erwartungen und eine noch größere Verantwortung einher.

Der Arbeitgeber übertrifft die anderen Institutionen in Bezug auf Kompetenz und Ethik und ist glaubwürdiger als die Medien und die nationale Regierung.

Auffallend ist, dass sich eine Mehrheit der Arbeitnehmenden eine Neuordnung des Arbeitslebens wünscht. Aufgrund all dessen, was in den letzten Jahren in der Welt passiert ist, bewerten 70 % der Arbeitnehmenden neu, wie sie ihre Zeit verbringen, und 75 % sind der Meinung, dass die Arbeitgeber neu überdenken müssen, was Arbeit für die Arbeitnehmenden bedeutet.

 

Die Gen Z als Wegbereiter für einen Wandel in der Arbeitswelt

Der Einfluss der jungen Arbeitnehmenden auf ihre Kolleg:innen ist unbestreitbar. Sie prägen die Art und Weise, wie Menschen aller Altersgruppen über ihr Arbeitsleben denken und es angehen.

So geben mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmenden an, dass sie aufgrund des Einflusses ihrer jüngeren Kolleg:innen eher bereit sind, Druck auf ihre Arbeitgeber auszuüben, um Dinge zu ändern, die ihnen nicht gefallen, und dass sie offener für Gewerkschaften sind.

 

"Deskless Worker" bleiben zurück

Diese Arbeitnehmenden befinden sich am Rande des Unternehmens, vertrauen insgesamt weniger und fühlen sich vom Unternehmensleben abgekoppelt. Der Weg, ihr Vertrauen zu gewinnen, besteht darin, ihnen Vertrauen zu schenken.

Sie wollen, dass ihr CEO ihren Arbeitsalltag versteht; sie brauchen Führungskräfte, die ihren Schreibtisch verlassen, damit sie sich stärker in die Unternehmensentscheidungen einbezogen fühlen.

Unsere Empfehlungen für Arbeitgeber

1.

Vertrauen des Arbeitgebers bringt Verantwortung

Die Arbeitgeber müssen eine Infrastruktur schaffen, die es den Arbeitnehmenden ermöglicht, dass sich ihre Werte in der Arbeit und in dem Unternehmensaktivitäten wiederspiegeln.

2.

Die Power von Gen Z nutzen

Die Mitarbeitenden müssen das Gefühl haben, dass sie wirklich etwas bewirken können; zeigen Sie, wie die Organisation dies umsetzt.

3.

"Deskless Workern" eine Stimme geben & zuhören

Zeigen Sie Ihr Vertrauen, indem Sie transparent sind und durch Umfragen um Input bitten. Verlassen Sie Ihren Schreibtisch, erleben Sie den Arbeitsalltag und nehmen Sie persönlich Kontakt auf.

4.

Arbeitgebermaßnahmen anpassen

Die Talentstrategie muss unternehmensweit einheitlich sein, aber das gesellschaftliche Engagement muss auf die lokalen Märkte und Stakeholder:innen abgestimmt sein. Führen Sie durch Handeln, nicht durch Reden.

 

Studiendesign

Erhebungszeitraum: 20.07 – 01.08.2023.

7

Länder

6,977

Befragte

±1,000

Befragte / Land