Mach‘ es so individuell, dass es Mainstream wird!

von Esther Biere, Account Manager Digital
  • Studien & Insights
21. September 2017
dmexco 2017

Auch in diesem Jahr fand wieder die Digital Marketing Exposition and Conference - kurz dmexco - in Köln statt. Im Rahmen dieser Plattform treffen sich alljährlich Macher und Visionäre, Marketing- und Medienprofis, Techies und Kreative, um die disruptiven Trends der digitalen Wirtschaft zu erleben und die Innovationen des Onlinemarketings zu diskutieren - so auch wir!

Die meist diskutierten Themen in 2017

Der Native-Advertising Battle ist voll im Gange: Werbung ist überall - und sie wird online immer kontextueller. Das heißt, sie wird in dem Umfeld eingebunden, in dem sich der User ohnehin gerade bewegt. Werbung fällt damit immer weniger als solche auf und wird als zugehöriger Inhalt wahrgenommen. User möchten nicht mehr von blinkenden Bannern gestört werden - die Lösung: snackable Social Content. Sie wollen nicht die Seite/Plattform verlassen, auf der sie gerade surfen, nur weil sie parallel einen anderen spannenden Inhalt gesehen haben. Aber sind wir wirklich schon dort angelangt oder noch lange nicht am Ziel?

Programmatic Advertising auf dem Vormarsch: Werbeflächen werden online zunehmend ein- und verkauft - vollautomatisch und in Echtzeit! Hierfür werden vorliegende Nutzerdaten als Basis genutzt, um die Werbung gezielt auf den User auszuspielen. Und so wird dann auch spätestens Display-Werbung nativ - heißt: Basierend auf den Interessen und Online-Verhaltensweisen der User wird sie kontextuell eingebunden. Und hiermit steht das Digitale Marketing erst am Anfang programmatischer Werbung - wir dürfen kurzfristig also noch einige Entwicklungen in puncto Targeting und Formaterweiterungen erwarten.

Was wir schon wussten und was auch in 2017 heiß diskutiert wird

Mobile comes first - ja, immer noch: Mobile first - gut, das wissen inzwischen wohl die meisten. Auch die Online-Giganten Google und Facebook werden nicht müde, dies fortwährend zu betonen. Aber wie steht es um vertikal mobil? Snapchat und Instagram machen vor, wie es geht und zeigen, dass der Trend in diese Richtung geht. Fazit: Mobiler Content erfordert ein Umdenken von den Werbetreibenden. Social Media-Werbung ist in den letzten fünf Jahren um ein Fünffaches gewachsen - ein Trend, der die steigende Bedeutung des mobilen Konsumverhaltens untermalt und auch die nächsten Jahre einen weiteren Werbe-Budgetshift in Unternehmen nach sich ziehen wird.

I like to move it, move it: Bewegtbild wird nicht langweilig, im Gegenteil: Wenn sich Content im Feed der User bewegt, bleiben sie hängen, teilen die Inhalte in ihrem Netzwerk oder verlinken ihre Freunde per Kommentar. Fun Fact am Rande: Das GIF ist das derzeit beliebteste Bewegtbildformat. Und nicht nur das: Der Bewegtbildtrend bringt Live-Formate (Instagram Stories, Facebook Live, Periscope etc.) und VR/360°-Erlebnisse an die Front der Online Marketer. Diese Trends sollten sich die Marketingprofis zu Herzen nehmen. User wollen Inhalte nicht konsumieren - sie wollen sie erleben! Dann erst fällen sie ihre Kaufentscheidung.

Big Data bleibt ein Buzzword: Es geht darum, wie die generierten Daten in der Werbung gezielt eingesetzt werden können (Stichwort: Programmatic), um Insights zu generieren, die dann wiederum im Kreativprozess genutzt werden können. Nicht der Klick auf einen Banner entscheidet, sondern Inhalte, die die Zielgruppe wirkungsvoll ansprechen und die Kaufentscheidung nachhaltig beeinflussen.

Was wir noch in 2018 diskutieren werden

Qualität von Onlinewerbung: Die Qualität von Onlinewerbung wurde dieses Jahr erstmals vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) messbar gemacht. Viewability und Ad Fraud waren die maßgeblichen Qualitätskriterien - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Messbarkeit und Datenqualität: Wie schaffen wir es, Daten zu gewinnen, die valide sind und uns zeigen, welche unserer Marketingmaßnahmen wirklich erfolgreich war? Spannend wird dann im nächsten Schritt, wie Online und Offline miteinander verzahnt werden können, um von den generierten Daten wechselseitig einen Nutzen zu haben.

Unser Fazit

Content is king? Längst überholt! Die Kriterien für guten Content lauten: individuell, interaktiv, nischig! Kreativ muss es sein. Stories sollen wir erzählen. Erlebbar und nativ eingebunden. So individuell, dass es Mainstream wird. Nicht Content is king, sondern erlebbare Geschichten!

Ansprechpartner