Edelman Health Engagement Barometer 2010: Deutsche vertrauen Medien und Politik beim Thema

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16. April 2010

Das Edelman Health Barometer 2010 untersuchte weltweit zum zweiten Mal das Informationsverhalten der Bevölkerung bezüglich ihrer Gesundheit. Darüber hinaus wurde erhoben, welche Erwartungen und Wünsche die breite Öffentlichkeit an Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen in Hinblick auf das Thema Gesundheit hat. Die Umfrage wurde von StrategyOne, einem Marktforschungs-Unternehmen aus dem Edelman-Netzwerk, durchgeführt. Im Zeitraum vom 24. Februar bis 8. März 2010 wurden 15.257 Erwachsene (über 18 Jahre) aus 11 Ländern mittels Online-Interviews befragt. Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Nationale Medien tragen wichtige Verantwortung in der Gesundheitsaufklärung

56 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Medien - unmittelbar nach der Regierung (64 Prozent) - die wichtigste Instanz sind, um Gesundheitsthemen zu adressieren. Damit sind die Deutschen im europäischen Vergleich spitze und stufen die Rolle der Medien deutlich höher ein als ihre Nachbarn (UK 38 Prozent, Frankreich 42 Prozent, Italien 32 Prozent).

Deutsche wünschen sich trotzdem verständlichere Gesundheitsinformationen

84 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Deutschen glauben, dass ein Zugang zu noch besseren Gesundheitsinformationen einen positiven Einfluss auf ihr Wohlergehen haben könnte. Fast die Hälfte der Bevölkerung (46 Prozent) sucht mindestens einmal wöchentlich nach Gesundheitsinformationen - aber jeder Fünfte (20 Prozent) findet die aktuell verfügbaren Angaben häufig verwirrend und widersprüchlich.

Häufige Nutzung von Social Media bei Gesundheitsfragen

53 Prozent der Deutschen nutzen regelmäßig Social Media-Angebote als Informationsquelle, um Entscheidungen bezüglich ihrer eigenen und/oder der Familien-Gesundheit zu treffen. Im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn greifen sie dabei besonders häufig auf Google und/oder andere Suchmaschinen zurück (54 Prozent; UK 41 Prozent, Frankreich 46 Prozent, Italien 49 Prozent). Auch Wikipedia gilt bei der deutschen Bevölkerung als wichtige Datenquelle (39 Prozent; Italien 34 Prozent, Frankreich 23 Prozent, UK 17 Prozent).

Konsumenten erwarten und honorieren Unternehmensengagement

Weitere Ergebnisse zeigen, dass die Allgemeinheit auch von Unternehmen außerhalb des Gesundheitssektors erwartet, sich für öffentliche Gesundheitsbelange einzusetzen. Ein Engagement, das sich auszahlt: Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) gaben an, Unternehmen stärker zu vertrauen, die sich aktiv im Gesundheitsbereich engagieren. Zwei Drittel (65 Prozent) würden diese Unternehmen weiterempfehlen und/oder ihre Produkte bevorzugt kaufen.

Befragte fordern Unterstützung und Aufklärung für ein gesünderes Leben

Die Befragten äußerten zudem konkrete Vorstellungen über mögliche Unternehmens-Engagements. So sind 77 Prozent der Meinung, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter sowie deren Familien dabei unterstützen sollten, ein gesünderes Leben zu führen. 92 Prozent der Bevölkerung erwarten sogar darüber hinausgehende Maßnahmen. Wie diese aussehen könnten, zeigen diese Resultate: 71 Prozent halten es für wichtig, dass Unternehmen Gesundheitsbelange an ihrem Standort unterstützen. Und für drei von vier Studienteilnehmern ist es wichtig, dass Unternehmen a) die Öffentlichkeit über Gesundheitsthemen, die ihre Produkte oder Services betreffen, aufklären sowie b) neue Produkte und Services entwickeln, welche die persönliche Gesundheit erhalten oder verbessern.

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