Better Web Development: Die Javascript Days 2018

von Jana Kemmer, Webentwicklerin bei Edelman Berlin
  • Backstage
07. November 2018

Was für die PR-Profis die Online Marketing Rockstars, die Marketing Convention oder der Kommunikationskongress sind, sind für uns Webentwickler die JavaScript Days in Berlin.

Dort informieren sich Programmierer im lockeren Rahmen über Neuigkeiten der Webtechnologien JavaScript, HTML5 und CSS informieren. Hochkarätige Experten halten Vorträge und Workshops zu den neusten Webtechnologieupdates und welche Technologie verwendet werden sollte um bestimmte Aufgaben umzusetzen.

Dieses Jahr waren mein Kollege Daniel Wiedemann und ich, Jana Kemmer bereits zum zweiten Mal dabei. 

Was sind denn nun JavaScript und Co.?

JavaScript ist eine Scriptsprache, die zusammen mit HTML und CSS die Grundlage nahezu aller Internetseiten bildet. Man stelle sich das am Besten bildlich vor: HTML (Hypertext Markup Language) gibt die Struktur der Website vor. Also, was ist eine Headline, an welcher Stelle kommt ein Bild etc. Das CSS (Cascading Style Sheet) gibt das Aussehen vor, z. B. Headline sei grau, in Großbuchstaben und verwende die Schriftart XY. JavaScript ist für die Funktionalität zuständig. Sie sorgt dafür, dass die Website dynamisch ist, so können auf Knopfdruck Animationen abgespielt oder Daten geladenen werden.

Auf der Konferenz in Berlin haben wir uns vier Tage lang mit den neusten Entwicklungen der verschieden Webtechnologien beschäftigt, sie vorgestellt und ausgiebig erklärt bekommen. Die Konferenz teilt sich in verschiedene Schwerpunktevents auf, die mit JavaScript zu tun haben oder Technologien verwenden, die auf JavaScript aufsetzen. Teilnehmer können ganz individuell für sich auswählen, was relevant ist und zwischen den angebotenen Workshops wechseln, um sich den besten Überblick zu verschaffen. Dabei ging es um die beiden JavaScript Bibliotheken React und Angular, JavaScript allgemein und HTML5/CSS im Speziellen.

Die Eröffnung der Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Updates. Was ist State-of-the-Art JavaScript? Was setzt sich als Standard durch, worauf sollte man lieber verzichten? Es wurden die System-Neuerungen vorgestellt und gleichzeitig die zugrundeliegenden JavaScript-Konzepte, die sich mit den Updates ändern. Updates bieten immer viel Gesprächsstoff, sodass viel gefragt und intensiv mit den Neuerungen auseinandergesetzt wurde.

Vom Gesamtkonzept zum Baukasten-Prinzip: Modulare Webentwicklung ist nicht mehr wegzudenken

Eines der Highlights war diesmal ein Vortrag und Workshop über das Erstellen von Applikationen mit der serverseitigen JavaScript-Plattform Node.js. Da wir bereits in fast allen unseren Projekten mit Node.js arbeiten wird uns das gelernte in Zukunft oft hilfreich sein.

Auch die modulare Webentwicklung, d. h. man behandelt seine Website nicht als Gesamtkunstwerk, sondern als Modul-Baukasten, war sehr aufschlussreich und spannend. Denn: diese Module müssen genau durchdacht und dann entsprechend strukturiert aufgebaut werden. Dabei helfen auch sogenannte Living Styleguides, damit wird die Darstellung übersichtlicher und für das Team wird die Handhabung auch benutzerfreundlicher. Dies ist in moderner Web-Entwicklung essentiell und auch bei uns findet kein Projekt mehr ohne solche Ansätze statt. Darüber hinaus konnte man sich über  Web APIs mit Node.js, GraphQL, React und Angular informieren. Es war für jeden etwas dabei!

Barrieren abbauen!

Ein Herzensthema meiner selbst war: Der ganztägige Workshop zur Barrierefreiheit.

Hier ging es darum, wie eine Website so vielen Nutzern wie möglich zugänglich gemacht werden kann, indem man auf Sprachausgabe, Kontrast-Stärken, Schriftgrößen, leichte, vereinfachte Sprache und jede Menge weiterer Stellschrauben achtet. Wir freuen uns schon sehr darauf, in Zukunft unsere Webseiten so noch mehr Usern zugänglich zu machen!

Für Daniel und mich waren es sehr erfolgreiche und inspirierende JavaScript Days. Eine großartige Gelegenheit zur Weiterbildung, zum Austausch und Vernetzen – und das dort Gelernte wird hoffentlich wie schon im letzten Jahr schnellen Einzug in unseren Arbeits-Alltag als Programmierer bekommen.  Die ersten internen Schulungen unserer Kollegen haben wir schon angesetzt.