Interview mit Susanne Marell: „Die GPRA ist ein zentraler Impulsgeber unserer Branche“

  • Agentur
05. Mai 2017
Susanne Marell: CEO, Edelman.ergo

Die Mitglieder der GPRA haben nach vier Jahren turnusgemäß gewählt: Einstimmig wurden Christiane Schulz (Weber Shandwick) als Präsidentin, Susanne Marell (Edelman.ergo) als stellvertretende Präsidentin sowie Alexandra Groß (Fink & Fuchs) und Thorsten Hebes (Serviceplan PR) als Präsidiumsmitglieder bestätigt. Uwe Kohrs (impact) wird die GPRA in der neu geschaffenen Position als Chairman weiterhin unterstützen. Im Interview spricht Susanne Marell über ihre Beweggründe, jetzt aktiv in der GPRA mitzuarbeiten und verrät, welche Branchenthemen ihr besonders am Herzen liegen.

Susanne, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Amt! Wie fühlst Du Dich als frischgebackene stellvertretende Präsidentin der GPRA?

Susanne Marell: Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit einem so erfahrenen und pragmatischen Team an Themen zu arbeiten, die die gesamte Kommunikationsbranche bewegen. Das wird sicher eine tolle und spannende Zeit und wir werden hoffentlich viele Dinge zusammen vorantreiben und umsetzen.

Bis vor Kurzem hast Du noch gesagt, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, ein Amt zu übernehmen. Was hat deine Meinung geändert?

Susanne: Ich habe mich jetzt doch dazu entschieden, aktiv mitzuarbeiten, weil es gerade so viele relevante Themen gibt, die die Branche beschäftigten und die es gilt, mitzugestalten: Agentur- und Geschäftsmodelle der Zukunft, Veränderungen in der Agentur-Kundenbeziehung, die Zusammenarbeit und Kooperation über die verschiedenen Disziplinen wie PR, Werbung und Digital hinweg und und und. Und deswegen habe ich mir nach reiflicher Überlegung gedacht, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist, die Branche in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.

Gibt es ein bestimmtes Thema, welches Dir besonders am Herzen liegt und das Du mit der GPRA vorantreiben möchtest?

Susanne: Übergeordnet werde ich unter anderem für die Themen Management Meetings, Thought Leadership und Mitgliedergewinnung verantwortlich sein. Generell geht es mir aber vor allem darum, Impulse zu geben, in welche Richtung sich die Kommunikationsbranche entwickeln sollte. Ich möchte sowohl Zukunftsmodelle miterarbeiten als auch den Bogen bis hin zur Implementierung und Qualitätssicherung schlagen. Ein für mich sehr wichtiger Punkt ist es außerdem, dass sich die Branche klar und selbstbewusst positioniert, die GPRA weiterhin stark vertreten ist und mit einer Stimme spricht.

Welchen Einfluss hat dieses neue Amt auf Deine Rolle als CEO von Edelman.ergo?

Susanne: Direkte Auswirkung wird das Amt auf meine Rolle als CEO von Edelman.ergo nicht haben. Aber natürlich gibt es Themen, die sich überschneiden werden, die uns als Agentur und auch die GPRA betreffen. Wie zum Beispiel das Thema Agenturmodelle der Zukunft oder Ausbildung unseres Nachwuchses.

Was glaubst Du, was kannst Du persönlich in das Präsidium einbringen? Worin liegt Deine Stärke?

Susanne: Ich habe lange Zeit auf Unternehmensseite gearbeitet. Mittlerweile bin ich seit über vier Jahren CEO von Edelman.ergo. Ich kenne also die Kundensicht genauso wie die Agenturwelt und bringe außerdem noch eine internationale Perspektive durch das Edelman Netzwerk mit. Darüber hinaus wurde mir gesagt, dass ich ganz gut darin bin, klare Botschaften mit einer gewissen Leichtigkeit, aber trotzdem verbindlich rüberzubringen. Wenn das so stimmt, bringe ich diese Fähigkeit gerne in meine GPRA-Arbeit ein.

Ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, dass Du Dir endlich einen Twitter-Account einrichtest und anfängst zu zwitschern?

Susanne: Ich fasse mich zwar gerne kurz, aber 140 Zeichen sind mir für gewisse Themen dann doch einfach zu wenig. ;-) Ich glaube, ich sollte mich eher aufs Bloggen fokussieren.

Und zum Abschluss kurz und knackig: Die GPRA ist für Dich...

Susanne: ...ein zentraler Impulsgeber und Richtungspfeil der Kommunikationsbranche.

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